Adam von Pfuel

- Adam von Pfuel wurde am 1. September 1604 in Jahnsfelde geboren, er stammt aus dem alten märkischen Uradel.
- Er ist der Sohn von Adam I. von Pfuel (1562–1626) und Barbara von Burgsdorff (1569–1622).
- Berühmt würde die Adelsfamilie von Pfuel bereits 1603, welche durch "tapfere Kriegsschilde" nachzuweisen ist.
- Der Pfuelische Besitz belief sich damals auf 20 Dörfer.
- Sein Vater hatte in jüngeren Jahren im niederländischen und französischen Heeren gedient, später kümmerte er sich um die Bewirtschaftung seiner Güter.
- Durch seine Mutter war Adam von Pfuel mit dem jungen Kurfürsten Friedrich Wilhelm von Brandenburg verwandt.
- 1620 ging er nach Stockholm, hier angekommen ist er an den Hof von Schwedenkönig Gustav II. Adolf gebracht worden (so heißt es in der Leichenpredigt)
- Im Dreißigjährigen Krieg zog Adam von Pfuel mit dem Schwedenkönig Gustav II. Adolf nach Deutschland und brachte nach der Lützener Schlacht 1632, die Leiche des Königs von Weißenfels nach Stettin, von dort wurde sie nach Stockholm eingeschifft.
- 1634 führte von Pfuel zuerst als Kommandeur eines Regiments, einen Zug nach Thüringen und deckte die Flanken des Heeres. Später stieg von Pfuel zum Avantgardenführer des schwedischen Heeres auf und eroberte sich den allerdings zweifelhaften Ruhm, achthundert böhmische Dörfer niedergebrannt zu haben.
Während des Dreißigjährigen Krieges ist er oft auf seinen Zügen durch das Mansfelder Land gekommen und hat Eisleben vor mancher Heimsuchung bewahrt, das aber nur weil er als Besitzer eines Freigutes in Polleben selbst daran interessiert war, dass die Stadt und ihre schöne Umgebung verschont bleibt.
- 1641 schlug von Pfuel in Gemeinschaft anderer Kriegsobersten die Schlacht bei Wolfenbüttel.
- Damals stand er hoch in Ansehen, das er hoffte das Oberkommando übertragen zu bekommen. Dieses Vorhaben scheiterte aber durch die nationale Angehörigkeit Adam von Pfuels.
Am 01.Januar 1641 heiratet Adam von Pfuel seine Helene Johanna von Kerssenbrock. Aus der Ehe gingen neun Kinder hervor, sieben Söhne und zwei Töchter. 1642 zog sich Adam von Pfuel zurück. Er kaufte die Güter Helfta und Polleben in der Grafschaft Mansfeld.
Am 5. Februar 1659 starb Adam von Pfuel in Helfta. Seine Beisetzung fand am 27. April in Polleben statt.
Die Grabschrift lautet:
SPIRITUS. HEROIS. PFUHLII. SUPER. ASTRA. MEAVIT.
OSSA. TENET. BUSTUM. NOMEN. IN. ORBE. VOLAT.
Adam von Pfuel liegt hier in dieser Gruft begraben.
Ein ausgerüster Mann mit sonderbaren Gaben.
Der Klugheit, Wissenschaft und deutschen Tapferkeit,und was der selben folgt.
Dadurch er weit und breit Sich hat bekannt gemacht.
Wie dieser ....iedermann mit Grund der Wahrheit Ihm zum Ruhm nachsagen kann.
Doch hat dies alles nicht mögen wiederstehen des Todes Grausamkeit.
Drum hat er müssen gehen ins Grab.
Der Seele nach ist er im Himmel droben Geniesset all da Freud.
Verlacht der Neider toben.
Quellen: Heimatverein Polleben, wikipedia, Marco Schulz